Gegen unwissenschaftliche Lehre an der Meduni Wien

Ausgangssituation

Meduni Wien

In der Lehrveranstaltung “Interdisziplinäre Fallkonferenzen-Rounds” des 5. Studienjahres gab es in der Vergangenheit einen Vortrag von Prof. Frass, in dem Homöopathie regelrecht “beworben” wurde. Weiters gibt es an der Meduni Wien die “SIH StudentInnen Initiative Homöopathie” die als studentische Lobbyorganisation auftritt.

Gesundheitspolitischer Hintergrund

Esoterik und Pseudomedizin werden von nicht zu vernachlässigenden Bevölkerungsteilen als Alternative zur als “Schulmedizin” verballhornten Evidenzbasierten Medizin verwendet. In diesem Klima der Wissenschaftsfeindlichkeit bewegen sich uA Impfgegner, AnhängerInnen der Homöopathie sowie anderer, noch abstruserer Ideen.

Eine Universität ist nicht nur ein Ort der Wissenschaft, sie verleiht den dort arbeitenden Personen, wie auch den von Ihnen bearbeiteten Themen, Reputation. Zusammengefasst, solange Homöopathie und Ähnliches in irgendeiner Form an der Universität vorkommt, erwirbt sie eine Legitimität, die ihr nicht zusteht.

Der Senat der Medizinischen Universität Wien möge beschließen:

„Der Senat der Medizinischen Universität Wien spricht sich gegen die unkritische Lehre von Homöopathie und ähnlichen unwissenschaftlichen Heilkünsten in Pflichtlehrveranstaltungen aus. Weiters verurteilt er Versuche sowie Initiativen, diese an der Medizinischen Universität Wien zu etablieren und ihnen damit einen seriösen, wissenschaftlichen Anstrich zu verleihen.“

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